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Die Neuesten Reifenfreigaben für Harley-Davidson und Termine  des HOG Chapter
 
Reifenfreigaben
Harley-NEWS /Handelsblatt
Wertverlust und gebrauchte Harleys

Geschwindigkeitsmessung RADARFALLE

Bei der Geschwindigkeitsmessung mit dem Lasergerät LTI 20/20 ist darauf zu achten, daß eine eindeutige Zuordnung des Meßwerts zu dem anvisierten Fahrzeug gewährleistet ist. Das setzt eine Messung bei Tageslicht und nur in verkehrsarmen Bereichen voraus. Ist das nicht der Fall, kann die Messung fehlerhaft sein. Oberlandesgericht Frankfurt, Az.: 2 Ws (B) 397/95

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Reifen

Ein Fahrzeugführer handelt grob fahrlässig, wenn er mit Rädern, die bis zur noch zugelassenen Verschleißgrenze abgefahren sind, auf regennasser Fahrbahn mit 120 km/h fährt. Kommt er bei einem Spurwechsel ins Schleudern muß seine Kaskoversicherung für den Fahrzeugschaden nicht einstehen, da die gefahrene Geschwindigkeit in Bezug auf derartige Reifen unangemessen hoch war.

LG Itzehoe, Urteil vom 05.10.2002
3 O 153/00
DAr 2002, 318
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Bremsen für Tiere

Die Erkenntnis, daß beim Zusammenstoß mit kleinen Tieren, wie Fuchs, Hase, Kaninchen am PKW nicht solche Schäden zu erwarten sind, die ein gefahrenträchtiges Ausweichmanöver rechtfertigen könnten, ist auf das Motorrad nicht ohne weiteres anwendbar. In Kurvenfahrt und demgemäß in Schräglage, die große Gefahr des seitlichen Wegrutschens birgt, wenn das Vorderrad ein Kleintier erfaßt und überrollt, kann die Ausweichmaßnahme ohne grobe Fahrlässigkeit für geboten gehalten werden.( anders LG Halle, r + s `98, 57 )

OLG Hamm, Urteil v.03.05.01; 6 U 209/00
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Umfaller bei Hitze


Kippt ein abgestelltes Motorrad um und beschädigt dabei ein anderes Fahrzeug, haftet der Bike-Besitzer nicht in jedem Fall. Ein Geschädigter ohne Vollkaskoversicherung muss dann für seinen Schaden selbst aufkommen, wenn das Motorrad durch den Haupt- oder Seitenständer ordnungsgemäß gegen das Umkippen abgesichert wurde. Das ergibt sich aus einem Urteil des Amtsgericht Rüsselsheim vom 2.7.1999 (AZ: 3 C 536/99 (33) ).

Hinweis: Anders entschied in einem früheren Fall das Landgericht Nürnberg. Das Gericht bejahte die Haftung aus Betriebsgefahr eines Motorrades, das umgefallen war, weil der Motorradständer infolge Sonnenstrahlung in den geteerten Untergrund des Parkplatzes eingesunken war (Urteil des LG Nürnberg - 2 S 1708/90 - DAR 1991, 430). Quelle: ADAC

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Motorraddiebstahl auf einsamen Parkplatz
Lässt man sein Motorrad mehrere Tage lang auf einem ungesicherten Parkplatz stehen, so ist das grob fahrlässig. Die Versicherung wird aber nur von ihrer Leistungspflicht frei, wenn sie beweist, dass dies der Grund für den Diebstahl war. Die Kausalität ist nicht dadurch bewiesen, dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass das Motorrad sofort nach dem Abstellen entwendet wurde.(OLG Karlsruhe,2002-06-20,12 U 15/02) Quelle: NJW 2002, Heft 33

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Sozius verloren

Obwohl ein Motorradfahrer pflichtwidrig handelt, wenn er sein Motorrad mit Wissen um das nicht ausreichende Festhalten des Sozius extrem beschleunigt ("plötzlich und ruckartig"), tragen bei einem Unfall, bei dem der Sozius zu Boden fällt und sich verletzt, eine Mitschuld. Den Motorradfahrer treffe insofern eine Mitschuld, da er den Sozius vor dem Beschleunigen hätte warnen müssen. Der Sozius hätte sich aber genügend festhalten müssen.(KG Berlin, Az.: 12 U 13195)

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Haftung bei Motorradunfall durch Bodenwellen

Ein Motorradfahrer befuhr eine Landstraße mit ca. 70 km/h. Infolge einer überraschend auftauchenden Bodenwelle verlor er die Herrschaft über sein Fahrzeug und stürzte. Der Motorradfahrer vertrat die Auffassung, die zuständige Straßenbaubehörde hätte durch entsprechende Verkehrsschilder auf die gefährlichen Bodenwellen hinweisen müssen und verklagte diese zum Ersatz des entstandenen Schadens von über 4.600 DM. Nach anerkannter Rechtsprechung müssen öffentliche Verkehrsflächen von den sicherungspflichtigen Straßenbaulastträgern in einem dem regelmäßigen Verkehrsbedürfnis genügenden, möglichst gefahrlosen Zustand gehalten werden. Dabei kann allerdings völlige Gefahrlosigkeit und Mangelfreiheit des Wegenetzes nicht gewährleistet werden, da ein solcher Zustand gar nicht erreichbar ist. Dagegen hat die Behörde abhilfebedürftige Gefahrenquellen zu beseitigen oder zumindest durch Aufstellen entsprechender Warnschilder auf die Gefährlichkeit hinzuweisen, damit Gefahrenquellen für Kraftfahrer rechtzeitig erkennbar sind.Das Oberlandesgericht Hamm ließ zur Klärung ein Sachverständigengutachten einholen. Der Gutachter bewertete die Bodenwellen als eine Gefahrenquelle, die für Motorradfahrer geradezu eine "Falle" dargestellt haben und daher unbedingt hätten abgesichert werden müssen. Die zuständige Behörde wäre zumindest verpflichtet gewesen, die Sturzgefahr durch geeignete Verkehrszeichen (Geschwindigkeitsbegrenzung, Warnung vor Bodenwellen), zu verringern. Daß sie dies nicht getan hat, begründet den Vorwurf einer Verletzung der Straßenverkehrssicherungspflicht. Der verunfallte Motorradfahrer erhielt den beantragten Schadensersatz zugesprochen.(Urteil des OLG Hamm vom 19.04.1996, 9 U 206/95, NVwZ 1997, 414) Autor & Quelle: © RECHTplus - juristischer

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Überholen bei Gegenverkehr

Wer auf einer Straße mit Gegenverkehr zum Überholen ansetzt, muss die gesamte notwendige Strecke übersehen können. Dabei ist die zulässige Höchstgeschwindigkeit eines möglicherweise entgegen kommenden Fahrzeugs einzubeziehen, stellte das Oberlandesgericht Hamm in einem Urteil fest, das die Verkehrsrechts-Anwälte (Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht im Deutschen Anwaltverein - DAV) veröffentlicht haben. Grund der Entscheidung war eine Kollision zwischen einem Motorrad und einem Personenwagen in einer S-Kurve. Der beklagte Motorradfahrer hatte überholt und beim Wiedereinscheren den entgegen kommenden Wagen des klagenden Pkw-Fahrers gestreift. Nun ging es in erster Linie um die Frage, ob der Beklagte den Unfall allein schuldig verursacht hatte. Das Gericht hielt ihm einen schweren Fehler beim Überholen vor: Angesichts der gefahrenen Geschwindigkeit von jeweils rund 65 Stundenkilometer hätte derZweiradfahrer eine Wegstrecke von rund 200 bis 240 Meter überblicken müssen, um den Überholvorgang sicher beenden zu können. Tatsächlich konnte er wegen der Kurve aber maximal 100 Meter überschauen. Dem Pkw-Fahrer lasteten die Richter allerdings an, dass er in der Kurve nicht weit genug recht gefahren war. Ein striktes Rechtsfahren sei auf einem unübersichtlichen Teilstück - wie beispielsweise auch vor Kurven - zwingend notwendig, argumentierten die Richter. Angesichts dieser Konstellation bekam der Motorradfahrer zwei Drittel, der Pkw-Fahrer ein Dritteldes Schadens auferlegt.(Urteil des OLG Hamm vom 13.12.'99, Az: 13 U 111/99)

 


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